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Wenn das Unfallopfer zum Content wird - Der Podcast zum Post - generiert mit KI
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Es gibt Bilder von Einsatzstellen, bei denen man als Journalist kurz innehält und sich fragt:

Kann ich das veröffentlichen?

Dann gibt es Bilder, bei denen die Antwort eigentlich ziemlich einfach sein sollte.

Nein.

Nicht „vielleicht“.
Nicht „wenn ich noch ein bisschen reinzoome“.
Nicht „wenn Facebook damit wahrscheinlich ordentlich Reichweite macht“.

Einfach:
Nein.

Am Samstagabend, dem 26. September 2026, starben bei einem schweren Verkehrsunfall in Wuppertal zwei Menschen.

Der Wagen war von der Fahrbahn abgekommen und mit großer Wucht gegen einen Baum geprallt. Die Feuerwehr Wuppertal teilte später mit, dass beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch beide Personen im Fahrzeug eingeklemmt waren. Eine Person war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Die zweite Person wurde durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit und reanimiert, verstarb jedoch ebenfalls an der Einsatzstelle.

Ein schrecklicher Unfall.

Zwei Tote.

Angehörige, deren Leben sich an diesem Abend vermutlich innerhalb weniger Sekunden komplett verändert hat.

Und natürlich wird darüber berichtet.
Das ist unsere Aufgabe als Journalisten.

Was allerdings nicht unsere Aufgabe ist:
Tote Menschen zum Bestandteil einer Fotostrecke zu machen.

Da ist offenbar noch jemand im Auto

Auf einer privaten Nachrichtenseite aus dem Bergischen Land erschien anschließend ein Beitrag zu diesem Unfall.

Dazu gibt es eine umfangreiche Fotostrecke. Der Beitrag beschreibt selbst, dass eine Person bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte verstorben war und sich die zweite Person noch eingeklemmt im Fahrzeug befand.

Und auf mindestens einer der dort veröffentlichten Aufnahmen ist nach meiner Wahrnehmung eine Person innerhalb des völlig zerstörten Unfallfahrzeugs erkennbar.

Eine Person, bei der es sich nach meiner Einschätzung und im Zusammenhang mit dem dokumentierten Einsatzgeschehen um eines der Unfallopfer handeln könnte.

Ich formuliere das bewusst so.

Denn über die rechtliche Bewertung dürfen sich gern Menschen Gedanken machen, die dafür Roben, Dienstmarken oder zumindest wesentlich dickere Gesetzbücher besitzen als ich.

Aber journalistisch?

Da brauche ich erstaunlich wenig juristische Fachliteratur.

Das ist für mich eine absolute Red Flag.
Eine ziemlich große sogar.
Blinkend.
Mit Warnsirene.

Und vermutlich müsste daneben noch jemand mit zwei roten Kellen stehen.

Nur weil man ein Foto machen kann, muss man es nicht veröffentlichen

An Einsatzstellen entstehen Bilder. Viele Bilder. Manchmal mehrere hundert.

Und überraschenderweise gibt es beim Fotografieren eine technische Innovation, die offenbar noch nicht überall angekommen ist:

Man kann Bilder anschließend nicht veröffentlichen.

Verrückt.

Die Speicherkarte wird dadurch nicht beleidigt sein.
Die Kamera stellt ihren Betrieb nicht ein.
Und Instagram schickt meines Wissens auch keinen Mitarbeiter vorbei, der fragt, warum heute nur 17 statt 18 Unfallfotos hochgeladen wurden.

Journalistische Arbeit besteht eben nicht nur darin, auf einen Auslöser zu drücken.

Sie besteht auch darin, Entscheidungen zu treffen.

Was zeige ich?
Warum zeige ich es?
Welchen Informationswert hat dieses Bild?

Und vor allem:
Was richte ich damit bei anderen Menschen an?

Bei einem tödlichen Verkehrsunfall reden wir schließlich nicht über einen verbogenen Kotflügel nach einem Parkrempler auf einem Supermarktparkplatz.

Da sind Menschen gestorben.

Menschen mit Familien.
Mit Freunden.
Mit Kollegen.

Mit Personen, die sie kannten und die möglicherweise Stunden später durchs Internet scrollen.

Vielleicht sogar bevor sie überhaupt vollständig verarbeitet haben, was passiert ist.

Das ist keine abstrakte Überlegung.

Das sind die Menschen, die hinter der hübschen Formulierung „zwei Personen verstorben“ stehen.

Auch der Pressekodex ist erstaunlich wenig begeistert von solchen Ideen

Man könnte jetzt behaupten:

„Ja gut, Zörkler regt sich halt auf.“

Fair.

Passiert gelegentlich.

Diesmal gibt es allerdings ein kleines Problem mit dieser bequemen Erklärung:

Der Deutsche Presserat hat sich genau über solche Dinge bereits Gedanken gemacht.

Ziffer 8 des Pressekodex verlangt den Schutz der Persönlichkeit. Die Identität von Opfern ist besonders zu schützen; für das Verständnis eines Unfalls ist sie normalerweise nicht erforderlich.

Und dann gibt es noch Ziffer 11.

Sensationsberichterstattung.

Dort wird es bemerkenswert konkret.

Eine Darstellung wird presseethisch problematisch, wenn ein leidender oder sterbender Mensch zum bloßen Objekt der Berichterstattung gemacht wird. Für Unglücksfälle formuliert der Pressekodex außerdem ausdrücklich, dass die Berichterstattung ihre Grenze im Respekt vor dem Leid der Opfer und den Gefühlen der Angehörigen findet.

Das ist jetzt wirklich keine Raketenwissenschaft.

Man darf über den Unfall berichten.
Man darf das zerstörte Fahrzeug zeigen.
Man darf die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst dokumentieren.

Man kann eine Einsatzstelle journalistisch umfassend darstellen, ohne dabei einen möglicherweise verstorbenen Menschen im Wrack ins Internet zu stellen.

Andere Medien schaffen das erstaunlicherweise auch. Ohne dass dadurch der Untergang der Pressefreiheit eingetreten wäre.

„Aber man erkennt doch gar nicht, wer das ist“

Das wäre für mich übrigens kein überzeugendes Argument.

Es geht nicht ausschließlich darum, ob irgendein völlig unbeteiligter Nutzer aus Buxtehude anhand des Bildes Vorname, Nachname und Steuer-ID des Verstorbenen herausfinden kann.

Es geht um Würde. Und um Angehörige.

Für die kann bereits das Fahrzeug eindeutig genug sein.

Die Kleidung.
Die Situation.
Der Sitzplatz.
Das Wissen darüber, wer dort gesessen hat.

Man stelle sich einmal vor, ein Familienmitglied entdeckt diese Bilder.

Vielleicht weil jemand den Beitrag auf Social Media teilt.

Oder auf Telegram.

Oder weil irgendein Algorithmus entscheidet:

„Hey, du interessierst dich doch für Nachrichten aus Wuppertal. Hier ist übrigens das Wrack, in dem gerade ein Mensch aus deinem persönlichen Umfeld gestorben ist.“

Peak Social Media.

Aber journalistisch komplett daneben.

Und dann kommt noch ein ganz anderes Problem dazu

Besonders kritisch würde der Vorgang, sollte sich bestätigen, dass eine für die Veröffentlichung verantwortliche Person gleichzeitig beruflich oder ehrenamtlich einen Bezug zu Feuerwehr oder Rettungsdienst hat.

Ich sage ausdrücklich:

Sollte sich das bestätigen.

Genau deshalb habe ich entsprechende Stellen um Prüfung gebeten.

Denn wenn jemand gleichzeitig in einem Bereich tätig ist, dessen tägliche Arbeit auf Vertrauen, Verschwiegenheit, Schutz und einem würdevollen Umgang mit Menschen in Extremsituationen angewiesen ist, bekommt eine solche Veröffentlichung noch einmal eine völlig andere Dimension.

Rettungsdienst bedeutet schließlich nicht:

Menschen versorgen, bis der Notarzt Feierabend sagt, und danach schauen wir mal, welches Foto auf Social Media am besten performed.

Wer beruflich mit Schwerverletzten, Sterbenden und Verstorbenen arbeitet, erlebt Menschen in den verletzlichsten Momenten ihres Lebens.

Oder eben ihres Todes.

Dafür braucht es Vertrauen.

Und genau deshalb wäre eine Verbindung zwischen einer solchen Veröffentlichung und einer Tätigkeit bei Feuerwehr oder Rettungsdienst aus meiner Sicht eine weitere massive Red Flag.

Nicht nur für die betreffende Person.

Sondern für die Institutionen, deren Kleidung, Fahrzeuge und Strukturen man möglicherweise repräsentiert.

Der Schaden trifft nämlich nicht nur einen

Das ist der Punkt, der bei solchen Geschichten gern vergessen wird.

Wer so etwas veröffentlicht, beschädigt im Zweifel nicht ausschließlich das eigene Ansehen.

Es fällt auf andere zurück.

Auf die Presse.
Auf freie Journalisten.
Auf Blaulichtreporter.
Auf Fotografen an Einsatzstellen.

Und – sofern entsprechende personelle Verbindungen bestehen sollten – möglicherweise auch auf Feuerwehr, Rettungsdienst oder Hilfsorganisationen.

Also auf genau die Menschen, die anschließend an der nächsten Einsatzstelle erklären dürfen, warum Pressevertreter nicht grundsätzlich pietätlose Gestalten sind, die möglichst nah ans Wrack möchten, damit das Foto dramatischer aussieht.

Danke dafür. Hilft wirklich enorm.

Vertrauen in Medien ist ohnehin ein schwieriges Thema.

Da braucht man eigentlich nicht noch zusätzliche Eigenproduktionen unter dem Motto:

„Wie beschädige ich das Ansehen meiner Branche mit acht JPEGs?“

Auch Einsatzkräfte sind auf Vertrauen angewiesen.

Menschen müssen darauf vertrauen können, dass sie in medizinischen und persönlichen Extremsituationen würdevoll behandelt werden.

Angehörige müssen darauf vertrauen können.
Patienten müssen darauf vertrauen können.
Und die Öffentlichkeit ebenfalls.

Es geht nicht darum, Unfälle schönzufotografieren

Damit wir uns nicht falsch verstehen:

Ich halte überhaupt nichts davon, Einsatzberichterstattung künstlich weichzuspülen.

Unfälle sind schlimm.
Brände sind schlimm.
Menschen werden verletzt.
Menschen sterben.

Journalismus darf das zeigen. Manchmal muss er es sogar zeigen.

Die Realität wird nicht respektvoller, indem man sie komplett versteckt.

Aber zwischen ehrlicher Dokumentation und der Veröffentlichung eines sichtbaren Menschen im Todeskampf oder nach seinem Tod befindet sich noch ziemlich viel journalistischer Gestaltungsspielraum.

Zum Beispiel:

Drei Schritte zurückgehen.
Ein anderes Bild auswählen.
Einen Ausschnitt verändern.
Verpixeln.

Oder die völlig revolutionäre Variante:
Das Foto einfach nicht veröffentlichen.

Journalismus verliert dadurch nichts.

Im Gegenteil.
Er gewinnt etwas.

Anstand.

Reichweite ist kein journalistischer Wert an sich

Vielleicht liegt darin ohnehin eines der größten Probleme des modernen Blaulichtjournalismus.

Unfälle funktionieren.
Feuer funktioniert.
Zerstörte Autos funktionieren.
Drama funktioniert.

Auf Social Media erst recht.

Je spektakulärer das Bild, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass geklickt, geteilt und kommentiert wird.

Der Algorithmus kennt schließlich keine Pietät. Der kennt Engagement.

Aber wir sind nicht der Algorithmus. Zumindest sollte das der Anspruch sein.

Wenn die Entscheidung, ob ein Foto veröffentlicht wird, am Ende nur noch davon abhängt, ob es ordentlich Reichweite bringt, können wir den Begriff „Redaktion“ auch direkt durch „Content-Farm mit Warnweste“ ersetzen.

Dann wissen wenigstens alle, woran sie sind.

Journalistische Verantwortung beginnt genau dort, wo man freiwillig auf etwas verzichtet, obwohl man es veröffentlichen könnte.

Weil man sich fragt:

Muss die Öffentlichkeit dieses konkrete Bild wirklich sehen, um den Unfall zu verstehen?

Wenn die Antwort Nein lautet, ist das Thema eigentlich erledigt.

Zwei Menschen sind gestorben

Und genau dahin möchte ich am Ende zurück.

Nicht zu Reichweite.
Nicht zu Social Media.
Nicht zu journalistischen Egos.
Nicht zu Konkurrenz zwischen irgendwelchen Blaulichtseiten.

Am 26. September sind in Wuppertal zwei Menschen bei einem Verkehrsunfall gestorben.

Das ist die Geschichte.

Zwei Menschen sind nicht nach Hause gekommen. Deren Angehörige müssen jetzt mit diesem Verlust leben.

Das Mindeste, was wir als Presse tun können, ist dafür zu sorgen, dass sie nicht zusätzlich noch Bilder aus den letzten Momenten ihrer Angehörigen im Internet finden müssen.

Das ist keine überzogene Forderung.

Das ist auch keine besonders komplizierte journalistische Debatte.

Das ist für mich eine Frage des grundlegenden Anstands.

Ich habe den Vorgang deshalb dokumentiert, Screenshots gesichert und zuständige Stellen um Prüfung gebeten.

Wie der Sachverhalt rechtlich oder dienstrechtlich zu bewerten ist, entscheiden andere.

Meine journalistische Bewertung steht allerdings fest:

Wer bei einem tödlichen Unfall auf den Auslöser drückt, trägt anschließend auch Verantwortung dafür, was mit diesen Bildern passiert.

Und manchmal besteht gute journalistische Arbeit eben aus genau einem Klick weniger.

Nicht auf „Veröffentlichen“ klicken.

Nicht jeder, der sich mit einem Homepage-Baukasten eine Newsseite zusammenklicken kann, ist automatisch eine seriöse Nachrichten-Redaktion.

Cheers

Update 29.09.2026 - jetzt wirds lächerlich

Mittlerweile hat sich der Verantwortliche öffentlich zu dem Vorfall geäußert und sich für die Veröffentlichung des Fotos entschuldigt. Der Erklärung zufolge sei das Bild „versehentlich“ veröffentlicht worden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung habe man angeblich nicht gewusst, dass sich in dem Fahrzeug noch eine verstorbene Person befand. Nachdem dieser bemerkenswerte Umstand dann offenbar doch aufgefallen war, wurde das Foto gelöscht. Zusätzlich seien die internen Abläufe zur Bildbearbeitung und Freigabe angepasst worden.

So weit, so einsichtig. Das muss man ja auch mal positiv hervorheben.

Interessant wird es allerdings unmittelbar danach. Denn statt es bei der Verantwortung für die eigene Veröffentlichung zu belassen, verschiebt sich der Schwerpunkt der Stellungnahme plötzlich ganz erheblich: Aus dem Verantwortlichen für eine problematische Veröffentlichung wird auf einmal selbst ein Betroffener – nämlich der Betroffene einer angeblichen Bedrohungslage. Praktischerweise rückt damit nicht mehr nur die eigene journalistische Fehlleistung in den Mittelpunkt, sondern auch die öffentliche Kritik daran.

Nur gibt es dabei ein kleines, aber nicht ganz unwesentliches Problem: Nach meiner Rücksprache mit Herrn Rademacher von der Polizei Wuppertal lässt sich diese Darstellung nicht bestätigen. Nach der mir erteilten Auskunft gab es im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit weder einen entsprechenden Polizeieinsatz noch eine der Polizei bekannte Bedrohungslage.

Das ist zumindest bemerkenswert. Wer öffentlich mit einer Bedrohungslage argumentiert, sollte schließlich damit rechnen, dass jemand auf die geradezu abwegige Idee kommt, bei der Polizei nachzufragen. Das ist journalistische Sorgfaltspflicht.

Noch bemerkenswerter wird es beim Umgang mit genau solchen Nachfragen und kritischen Hinweisen. Kommentare, die auf diese Widersprüche aufmerksam machen, verschwinden nach meiner Beobachtung unter der Stellungnahme in erstaunlichem Tempo. Kommentare, die gegen 12:18 Uhr noch öffentlich sichtbar waren, waren gegen 12:26 Uhr bereits gelöscht.

Man könnte nun natürlich annehmen, dass gerade nach einem Vorfall, bei dem mangelnde journalistische Kontrolle bereits eingeräumt wurde, größtmögliche Transparenz angesagt wäre. Offenbar scheint man dort allerdings eine etwas eigenwillige Vorstellung von transparenter Aufarbeitung zu pflegen: Kritische Fragen verschwinden – und mittlerweile bin ich vollständig blockiert. Dies ist bei Instagram und Facebook so geschehen.

Damit ist die Auseinandersetzung zumindest technisch äußerst elegant gelöst. Wer Widersprüche anspricht, kann irgendwann schlicht nicht mehr mitreden.

Und genau an diesem Punkt stellt sich eine weitere Frage: Warum wird jemand vollständig blockiert, der lediglich darauf hinweist, dass sich die öffentlich dargestellte Bedrohungslage nach Rücksprache mit der Polizei nicht bestätigen lässt? Geht es tatsächlich nur darum, einer unangenehmen Konfrontation aus dem Weg zu gehen? Oder soll damit zugleich verhindert werden, dass diese gegenteilige Auskunft weiterhin öffentlich thematisiert wird und weitere Menschen auf die Idee kommen, die behauptete Bedrohungslage zu hinterfragen?

Denn eines sollte man auseinanderhalten: Eine behauptete Bedrohungslage wird nicht dadurch wahrer, dass kritische Kommentare gelöscht und deren Verfasser anschließend blockiert werden.

Die Entschuldigung für die ursprüngliche Veröffentlichung ist grundsätzlich zu begrüßen. Eine Entschuldigung bedeutet allerdings nicht, dass damit sämtliche weiteren Fragen erledigt wären. Die Verantwortung für die Veröffentlichung bleibt beim Verantwortlichen. Und wer anschließend eine Bedrohungslage öffentlich zum Bestandteil seiner Rechtfertigung beziehungsweise Darstellung macht, muss sich auch gefallen lassen, dass diese Darstellung überprüft wird. Journalistische Sorgfaltspflicht!

Wenn die zuständige Polizei eine solche Bedrohungslage nach der mir erteilten Auskunft nicht bestätigen kann, wäre eine nachvollziehbare Erklärung dazu vermutlich überzeugender als gelöschte Kommentare und ein blockierter Kritiker.

Aber vielleicht ist das ja die neue Form journalistischer Aufarbeitung: Erst veröffentlichen, dann entschuldigen, anschließend die Kritiker zum Teil der Geschichte machen – und wenn diese anfangen, zu genau nachzufragen, einfach die digitale Tür abschließen.

Transparenz kann schließlich ausgesprochen anstrengend werden, sobald jemand tatsächlich Fragen stellt.